Der gelbe Pflanzenstoff Curcumin ist der wichtigste Wirkstoff der Curcuma-Wurzel. Studien weisen darauf hin, dass Curcumin vor allem bei der Unterstützung der Gelenkgesundheit, der Herz-Kreislauf-Funktion sowie bei entzündlichen Prozessen im Körper eine Rolle spielt. Auch für die allgemeine Beweglichkeit und das Wohlbefinden wird Curcumin untersucht. Allerdings gilt: Curcuma ersetzt keine medizinische Behandlung und die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich gut.
Warum Curcuma nicht gleich Curcuma ist
Ein häufiger Irrtum: Die Milligramm-Angabe auf der Packung sagt nur wenig über die tatsächliche Wirksamkeit eines Curcuma-Präparats aus. Entscheidend ist nicht allein die Menge an Curcuma oder Curcumin, sondern vor allem, wie gut der Wirkstoff vom Körper aufgenommen werden kann. Curcuma-Extrakte unterscheiden sich erheblich in ihrer Zusammensetzung, ihrem Curcuminoid-
Gehalt und insbesondere in ihrer Bioverfügbarkeit, also darin, wie viel Curcumin nach der Einnahme tatsächlich im Blut ankommt und dem Organismus zur Verfügung steht. Deshalb lassen sich verschiedene Produkte nicht ohne Weiteres miteinander vergleichen. Studien zeigen, dass moderne Formulierungen die Aufnahme von Curcumin im Vergleich zu herkömmlichen
Extrakten deutlich verbessern können. Für die Auswahl eines Präparats lohnt sich daher ein Blick auf die verwendete Technologie und die wissenschaftliche Dokumentation – nicht allein auf die
Milligramm-Zahl auf dem Etikett.
Pulver und Piperin – nicht immer die beste Wahl
Reines Curcuma-Pulver wird vom Körper nur schlecht aufgenommen. Deshalb enthalten viele Präparate zusätzlich Piperin aus schwarzem Pfeffer. Zwar kann Piperin die Aufnahme erhöhen, es gilt heute jedoch nicht mehr als Stand der Wissenschaft. Zudem ist Piperin insbesondere bei entzündlichen Darmerkrankungen ungeeignet und kann Wechselwirkungen mit Arzneimitteln beeinflussen. Als besonders gut verträglich gelten heute liposomale oder vergleichbare moderne Zubereitungen, bei denen Curcumin in kleine Fettkügelchen eingebettet ist. Dadurch kann die Aufnahme verbessert werden, ohne Piperin einsetzen zu müssen.
Für wen ist Curcuma geeignet und wann ist Vorsicht geboten?
Curcuma wird von den meisten Menschen gut vertragen. Dennoch ist es nicht für jeden uneingeschränkt geeignet. Vorsicht ist unter anderem bei Gallenwegserkrankungen oder Gallensteinen geboten. Auch wer blutgerinnungshemmende Medikamente einnimmt, sollte Curcuma nur nach Rücksprache anwenden. Während Schwangerschaft und Stillzeit werden hoch dosierte Curcuma-Präparate grundsätzlich nicht empfohlen.
Vielfältige Einsatzgebiete
Für eine sinnvolle Unterstützung von Beweglichkeit, antioxidativem Zellschutz und dem natürlichen Entzündungsgeschehen kommt es auf die richtige Zubereitung an. wir in der Vorderland Apotheke beraten Sie gerne individuell und kompetent.
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